Durch den Beitritt zum UNESCO-Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen hat die Europäische Union ihren Willen bekräftigt, das Ziel der kulturellen Vielfalt ins Zentrum ihrer Prioritäten zu stellen und die Kultur zu einem wesentlichen Bestandteil ihrer internationalen Beziehungen mit den anderen Ländern und Regionen zu gestalten.
Die kulturelle Pluralität des europäischen Filmschaffens, das eine hervorragende Triebkraft seiner Kreativität darstellt, bedeutet einen herausragenden Pluspunkt für die Europäische Union, deren Filme auf den internationalen Festivals durch eine enorme Ausstrahlung auffallen. Diese kulturelle Vielfalt muss über die Grenzen Europas hinaus unterstützt werden, zusammen mit den Partnerländern aus anderen Regionen der Welt.
Da jetzt das UNESCO-Übereinkommen in Kraft getreten ist, verpflichtet sich die Europäische Union zur Realisierung und zur Vertiefung hinsichtlich konkreter Aktionen bei der Kooperation im Kino mit Drittstaaten.
Die Europäische Kommission hat erstmals im Jahre 2008 – und dies versuchsweise - ein politisches Vorhaben zur Unterstützung der Kooperation im Bereich des Filmschaffens auf den Weg gebracht, wobei Fachleute der EU und aus Drittstaaten daran beteiligt werden. Die Vorbereitungsphase dieses Programm nennt sich « MEDIA international », die endgültige Programmbezeichnung wird « MEDIA mundus » lauten. Die Beratung der Europäischen Kommission wird mit der Anhörung am 25. Juni 2008 in Brüssel abgeschlossen. Die Zielsetzung des Kolloquiums der französischen Präsidentschaft der EU besteht darin, weitere Beiträge zu dieser Beratung zu leisten (siehe untenstehende Links).
Das Kolloquium, an dem über 200 Branchenfachleute, Experten und Vertreter von Institutionen aus Europa und anderen Kontinenten teilnehmen und das durch das ‚Centre national de la cinématographie’ (nationales Zentrum der Kinematographie) organisiert wird, wird einen Beitrag leisten, um die zentralen Linien der künftigen Aktionen der europäischen Kooperation auf allen Ebenen der Filmproduktion zu definieren.
Diese Überlegungen sind umso notwendiger, als einige regionale Kooperationsprogramme, wie etwa das Programm Euromed Audiovisuel II, zum Jahresende 2008 auslaufen.
Internet-Links :
Vorbereitungs-Aktion für MEDIA international :
http://ec.europa.eu/information_society/media/prep_action/index_fr.htm
Öffentlich zugängliche Informationen über die Kooperationsprogramme MEDIA Mundus :
http://ec.europa.eu/information_society/media/mundus/index_fr.htm